Ausstellung: Gut.Katholisch.Queer. | 15. Februar bis 12. März in Mönchengladbach
– Für eine Kirche ohne Angst. Eine Porträtserie mit Mitgliedern von #OutInChurch. Eine Ausstellung von Martin Niekämper in der Citykirche Mönchengladbach
Für Schüler*innen ist die Frage nach der Akzeptanz sexueller Orientierungen und Identitäten nicht immer ein Thema. Eine Auseinandersetzung mit der Frage, wie Akzeptanz Institutionell für Schule oder später im Berufsleben gelingen kann, lohnt sich. Vor dem Hintergrund von biographischem Lernen kann die Ausstellung und ein Austausch zu Hürden, Enttäuschungen und Hoffnungen das eigene Standing verbessern. „Heiße Eisen“ sollen im Katholischen Religionsunterricht Platz haben. Im besten Fall können Sie das durch den Besuch der Ausstellung planen und vorbereiten.
Im Rahmen der Porträtserie GUT.KATHOLISCH.QUEER. sind Aufnahmen von mehreren weiblich und männlich gelesenen, queeren Personen entstanden, die zum Verein #OutinChurch gehören. Sie stehen klein unter riesigen Kreuzen, haben ihren Mund verdeckt und kommen aus dem Dunkeln ins Licht. In metaphorischen Bildern macht Fotograf Martin Niekämper deutlich, wie es sich für viele queere Menschen angefühlt haben muss, Teil der katholischen Kirche zu sein. Im Jahr 2022 haben viele ihr Schweigen in der ARD Dokumentation „Wie Gott uns schuf“ gebrochen. Aus dieser Initiative heraus ist der Verein #OutInChurch gegründet worden. In der Wanderausstellung von Martin Niekämper erhalten queere Mitglieder des Vereins ein Gesicht und damit verbunden eine entsprechende Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Die Aufnahmen sind keine „normalen“ Porträts, sondern zeigen die Personen in ihrer persönlichen Betroffenheit in der Location Kirche, mal ganz nah – mal fern. Hierbei muss der*die Betrachter*in durch unterschiedliche fotografische Herangehensweisen individuelle Antworten finden auf die Frage, was der Fotograf mit seinen Aufnahmen ausdrücken möchte und wie queere Porträtierte die Katholische Kirche wahrnehmen. Dabei erschließt sich in der Ausstellung durch das genaue Hinsehen der metaphorische Zusammenhang zwischen den Personen und der Kirche. Zu sehen sind Fotografien, der*die Betrachter*in in eigene Welten eintauchen lassen und tiefergehende Geschichten bereithalten.
Eine Auswahl der Bilder wird zwischen dem 15. Februar und 12. März 2026 in der Citykirche Mönchengladbach zu sehen sein. Darüber hinaus findet eine thematische Auseinandersetzung in Gottesdiensten und Mitglieder des Vereins werden vor Ort sein und unter anderem folgendes Thema diskutieren: Hat sich seit #OutinChurch etwas verändert in der katholischen Kirche? Die Ausstellung wird organisiert von QuiBA und unterstützt durch die Citykirche Mönchengladbach sowie dem Stiftungsforum Kirche im Bistum Aachen.
Begleitprogramm
15.2. | 20 Uhr: Segensgottesdienst zum Valentinstag für Paare
20.2. | 18 Uhr: Vernissage | 19:30 Uhr Vortrag zu Gendergerechte Sprache in Kirche und Liturgie von Tim Lahr, Evangelischer Pfarrer und Influencer aus Köln
26.2. | 18 Uhr: Podiumsdiskussion mit Mitgliedern von #OutInChurch wie Jens Ehebrecht-Zumsande und Mikki Herlein. Moderiert wird der Abend von Yasmin Raimundo (QuiBA, KfD Aachen).
1.3. | 20 Uhr: Queerer Gottesdienst mit Perspektiven zur Ausstellung
8.3. | 20 Uhr: Queerer Gottesdienst mit Perspektiven zur Ausstellung
12.3. | 18 Uhr: Finissage mit Vortrag und Führung von Martin Niekämper
Teilnahme ist kostenlos
Leitung: Christoph Simonsen, Miriam Daxberger
Zielgruppe: Student*innen, Referendar*innen und Junglehrer*innen
Ort: Citykirche Mönchengladbach
In Kooperation mit der Katechetischen Institut
Bild: Martin Niekämper
